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Cannaboard | think different

Nein, man kann sie nicht rauchen! Damit sollte die Standardfrage endgültig beantwortet sein! Es geht bei CANNABOARDS, den Skateboards aus Hanffasern mitnichten um Marihuana. Der Hanf - eine der ältesten Kulturpflanzen, die die Menschheit kennt- hat ganz andere, "berauschende" Eigenschaften, die sich die Cannaboard-Company zunutze macht.

HANFpflanzeDie Fasern der Hanfstengel haben eine Zugfestigkeit, die nahezu einzigartig ist. In der Natur sind es lediglich noch ein paar Spinnenfäden, die den Hanf übertreffen. Darüberhinaus muss man sich dann schon der Kunstfasern KEVLAR usw bedienen.
Über Jahrtausende haben sich die Menschen aber bei der Hanfpflanze bedient. Neben den Samen, aus denen heute noch hervorragendes, gesundes Öl gepresst wird, sind es vor allem Seile und Textilien, die aus der "Wunderpflanze" hergestellt werden. Die Gewebeart, aus der Cannaboards produziert werden, kam schon auf Christoph Columbus` Schiff als Segel zum Einsatz.

Hanf, Carbon und KevlarWoher aber kommt nun die Idee, aus Hanf Skateboards zu bauen?
Dazu muss man wissen, dass die "Mutterfirma" von CANNABOARD bereits seit über zwanzig Jahren alle möglichen Formteile aus Faserverbund-Werkstoffen herstellt. Immer mit dem Bemühen, nach Möglichkeit nachwachsende Rohstoffe dafür einzusetzen. Und immer auf der Suche nach Produkten, bei denen man diese Rohstoffe als Ersatz für künstliche verwenden kann.

Bei Skateboards muss man zwar nicht einen Kunststoff ersetzen; wenn man aber bedenkt, dass ein Ahornbaum ca 80 Jahre wachsen muss, damit man ein schnell brechendes Deck daraus herstellen kann, der Hanf aber nur ca 6 Monate braucht, um den Rohstoff für ein nahezu unzerbrechliches Board zu liefern, dann war es die Arbeit wert!
Nun ist es aber nicht damit abgetan, ein wenig Hanfgewebe in Form zu bringen. Im Rückblick hat sich herausgestellt, dass unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Faserverarbeitung bitter nötig war, um zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen.

HerstellungsmaterialHatten wir anfangs noch die Absicht, ausschliesslich Hanf zu verwenden, mussten wir schnell lernen, dass dadurch die Decks zu schwer werden. Also haben wir uns entschlossen, ein Minimum an High_tech beizumischen. Etwa 5% beträgt heute der Anteil an Carbon und Kevlarfäden, der sich zwischen den Hanfgewebelagen befindet. Obwohl der Anteil so gering ist, ziehen sich doch - durch die unvorstellbare Feinheit dieser Fasern- ca 800 000 Meter davon durch jedes Cannaboard.

Hunderte von Versuchen, auf Testmachinen und im praktischen Einsatz, und ebenso viele Änderungen im Aufbau des Materials waren nötig, um die Cannaboards so stabil zu machen, dass sie ca 8 (acht!) mal so lange halten wie ein Holzdeck, bevor die brechen.

TestmaschineSo ganz nebenbei haben wir auch noch ein spezielles Verfahren zum Aufbringen der Grafiken entwickelt. Da man in der Hanfproduktion praktisch nichts aus der Herstellung von Holzdecks übernehmen kann, waren wir gezwungen, ein System zu verwenden, bei dem die Grafik "im Deck" sitzt. Da die Farben nicht nachträglich aufgedruckt werden, haben die Cannaboard-Grafiken eine unerreicht lange Haltbarkeit!

Das Ende der Fahnenstange ist aber noch lange nicht erreicht! Wir entwickeln ständig weiter mit dem Ziel, irgendwann ein Deck herzustellen, das zu 100% aus schnell nachwachsenden Rohstoffen besteht.

fertige BoardsTäglich werden wir dazu von Neuem angespornt durch die Meldungen über den Klimawandel und die fatalen Folgen der Abholzung von Urwäldern. Darüberhinaus ist es selbstverständlich für uns, dass wir unsere Rohstoffe aus der näheren Umgebung beziehen, soweit dies bis jetzt möglich ist. Wirklich ökologisch ist es nur dann, wenn lange Transportwege vermieden werden.

Daneben werden wir auch peinlichst vermeiden, unsere Decks in extremen Billiglohnländern produzieren zu lassen. Es ist uns wichtig, dass wir mit unserem Produkten auch Arbeitsplätze schaffen und erhalten.

Dahinter steckt natürlich auch ein Eigeninteresse: Wenn die Leute hier keine Arbeit haben und kein Geld verdienen, werden sie irgendwann auch keine Decks mehr kaufen können. Wir werden unseren, wenn auch nur ganz kleinen, Teil dazu tun, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken!

Charly Mueller
CANNABOARD